DRC Bezirksgruppe Köln-Bonn

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Dummyprüfung A und F in Ingersau
am 16./17. April 2011

Fotos von Klaus Böttner

 

Warum tue ich mir das an ?

Samstagmorgen, 6 Uhr, der Wecker klingelt.
Warum tue ich mir das an?

Ich bin Sonderleiterin für die heute stattfindende Dummyprüfung A . Seit Wochen beschäftige ich mich mit der Prüfung, Anmeldungen annehmen, fehlende Unterlagen anfordern, Zusagen  und Absagen verschicken, Nachrücker von der Warteliste aufnehmen usw.
Heute morgen koche ich noch 3 l Kaffee und belege diverse Brötchen.
Als ich um 8 Uhr in Ingersau ankomme, sind schon einige Starter da. Es ist sonnig, aber kühl (3 Grad). Einige Starter zittern nicht nur vor Kälte. Ich nehme die Unterlagen entgegen, prüfe die Impfausweise und Versicherungen, gebe die Startnummern aus.
Dann geht´s los.
Unser Richter Rainer Scesny hat schon das Gelände für die Suche präpariert. Er erklärt in seiner freundlichen, ruhigen Art genau die Aufgabe, versucht die Hundeführer zu beruhigen.
Nach und nach erledigen so 20 Hunde ihre Aufgabe mehr oder weniger gut, je nach Temperament, Trieb und Ausbildungsstand. Rainer lässt jedem Hund die Zeit, die er braucht  und wird auch nach dem zehnten „Suuuuuch" nicht ungeduldig.
Der Appell und die sich direkt anschließende  Einzelmarkierung werden abgearbeitet. Dabei entgeht Rainer absolut nichts, weder das leise gezischte „Sitz“, noch ein kurzes Fragen des Hundes oder der kleine Schubser mit dem Fuß, weil der Hund noch nicht richtig sitzt. Er sieht alles, gibt jedoch jedem auch noch die letzte Chance, die Aufgabe zu lösen. Nur den Schubser lässt er nicht durchgehen.
Nach der Mittagspause ist dann nur noch die Wasseraufgabe dran. Da unser kleiner Teich am Ufer recht schlammig ist, kommen die hellen Goldies bald als 2-farbige Hunde aus dem Wasser, unten schwarz, oben hell. Doch ein dreckiger Retriever ist ein glücklicher Retriever und wenn er dann auch noch das Dummy bringt, sieht der Führer gern über den Schmutz hinweg und freut sich.
Zur Auswertung der Ergebnisse geht es dann in die nahegelegene Pfannkuchenmühle.
Hier haben wir das gesamte Obergeschoss für uns und unsere Hunde. Zeit für die Auswertung, für Essen, Trinken und Gespräche.
Leider können nicht alle Hunde die Prüfung bestehen. Beim nächsten Mal soll es aber glücken.
Ich bedanke mich ganz herzlich bei meinen Helfern, bei den sehr disziplinierten Startern und besonders bei unserem Richter Rainer Scesny, der mir mit seiner freundlichen, ruhigen und  immer zugunsten des Hundes denkenden Art die Sonderleitung sehr leicht gemacht hat.

Und jetzt weiß ich auch wieder, warum ich mir das antue:

Es macht einfach Spaß, nette Leute zu treffen, die mit ihrem Hund arbeiten und ihn anlagengerecht führen. Also stelle ich auch für die Dummy F am Sonntag den Wecker wieder auf 6 Uhr.
                                                                                                                             Ute Böttner

 

 

   

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